Landkreis Oder-Spree
Bundesland Brandenburg
PLZ: 15295
Vorwahl: 033653
Einwohner: 1475 (31.03.2024)
Fläche: 28,8 km²
Willkommen in unserer Gemeinde !
ZILTENDORF erstmals erwähnt am 4. Juni 1316 unter dem Namen Tzultendorp, gelegen am Rande der Oderaue zwischen Oder-Spree-Kanal und dem Grenzfluß Oder, erstreckt sich mit seinen beiden Ortsteilen Ernst-Thälmann-Siedlung und Aurith über eine Fläche von ca. 29 km².
Von 1406 bis 1817 (mit Ausnahme einer sechsjährigen Verpachtungszeit) war das Dorf in Stiftbesitz Neuzelle. Im Verlauf der Jahrhunderte wechselte auch die territorial-politische Zugehörigkeit unseres Ortes. So war es als Bestandteil des Markgraftums Niederlausitz, bis zum Prager Frieden von 1635, der böhmischen Krone zugehörig. Gemäß den Festlegungen im Traditionsrezess des Prager Friedens wurde die albertinische Linie des Hauses Wettin mit den Markgraftümern Ober- und Niederlausitz belehnt, welche allerdings territorial selbstständig blieben, wobei der Kurfürst von Sachsen in Personalunion zugleich Markgraf der Oberlausitz als auch Markgraf der Niederlausitz wurde. Durch Beschluss des Wiener Kongresses von 1815 fiel die Niederlausitz von Sachsen an Preußen, das Markgraftum wurde aufgelöst und das Gebiet der Niederlausitz der Provinz Brandenburg angeschlossen. Darauf folgend gehörte es zum Kreis Guben und ab 1952 zum Kreis Fürstenberg(Oder) - später Kreis Eisenhüttenstadt-Land im Bezirk Frankfurt (Oder) der Deutschen Demokratischen Republik.
Heute ist es mit seinen ca. 1500 Einwohnern Verwaltungsbestandteil des Amts Brieskow-Finkenheerd im Landkreis Oder-Spree, des Bundeslandes Brandenburg.
Zu den Sehenswürdigkeiten des Ortes zählt unter Anderem die evangelische Dorfkirche, deren Grundsteinlegung am 11. Juni 1995 erfolgte und die feierliche Einweihung am 14. April 1996 stattfand. Sie wurde an gleicher Stelle neu errichtet, an welcher sich einst die 1702 im Fachwerkstil erbaute Dorfkirche unserer Gemeinde befand. Diese brannte im Zweiten Weltkrieg, am 28. März 1945, nach Artilleriebeschuss der vorrückenden Roten Armee, völlig aus. Von historischer Bedeutung sind die beiden Kirchenglocken, von welchen die größere Glocke aus dem Jahr 1503 datiert ist und die Kleinere bereits im 14. Jahrhundert gegossen wurde.
Bis ca.1960 machte die Ziltendorfer Mühle den Ort, neben Müllrose, zu einem bedeutenden Mühlenstandort im Umkreis. Im Jahr 2008 begann man dann, nach längerer Brache des Areals, mit dem Abriss der Mühle, sowie der ehemaligen Villa des Mühlenbesitzers, welche noch bis in die späten 90er Jahre als Landambulatorium verschiedene Arztpraxen beherbergte.
Am Ortsrand wurde in den fünfziger und sechziger Jahren für den VEB Bandstahlkombinat "Hermann Matern" (heute "ArcelorMittal Eisenhüttenstadt") ein großer Verschiebebahnhof gebaut. Durch den Umbau der B 112 zur Autostraße, der Oder-Lausitz-Trasse, führt eine hochwertige Fernverkehrsstraße direkt am Rangierbahnhof Ziltendorf entlang. Damit hat er direkten Anschluss an das Autobahnnetz sowohl nach West- als auch nach Osteuropa.
Das "Jahrhunderthochwasser" der Oder im Jahre 1997 überflutete die gesamte Oderaue mit den beiden Ortsteilen , welche Dank zahlreicher Spenden und Aufbauhilfe in den darauffolgenden Jahren wiederhergestellt wurden.
Im April 2011 wurde das Bahnhofsgebäude abgerissen welches mit der Inbetriebnahme der Eisenbahnstrecke der Niederschlesisch - Märkische Eisenbahn im Jahr 1846 errichtet wurde und ein dreiviertel Jahrhundert den Bahnreisenden willkommen hieß.
Im Juli 2015 wurde nach einem Blitzeinschlag, die zum Gedenken der Opfer des Deutsch-Französischen Krieges 1885 in der Oderstraße gepflanzte Friedenseiche, auf eigenmächtige Weisung des Amtsdirektors gefällt.
Ziltendorf ist zu erreichen aus Richtung Frankfurt(Oder) bzw. Eisenhüttenstadt kommend, mit dem PKW über die Bundesstrasse 112, in Weiterführung über die Landstraße 371 bzw. die Kreisstraße 6758, sowie im Lininiennetz des öffentlichen Nahverkehr mit den Bussen des Busverkehr Oder-Spree (BOS) oder mit der Regionalbahn RB11 der Deutschen Bahn AG, sowie über den Regionalflugplatz-Pohlitz. Im Jahr 2016 erhielt die Bundesstraße 112, im Verlauf der Oder-Lausitz-Trasse, eine neue Streckenführung unter Umgehung unseres Ortes.
Ein gut erschlossenes Strassen- und Wegenetz, mit Anbindung an den Oder-Neiße-Radweg, bietet Radwanderern die Möglichkeit zur Erkundung der näheren Umgebung. So zum Beispiel der Oderaue, dem Pohlitzer Seengebiet oder dem nahegelegenen Schierenberg. Zur sportlichen Betätigung stehen die Waldsportanlage in Ziltendorf mit ihrem Tennisplatz sowie zahlreiche Angelgewässer rund um den Ort zur Verfügung. Darüber hinaus lädt im regionalen Umfeld der bekannte Naturpark Schlaubetal, mit seinen dichten Wäldern und zahlreichen Seen, Wanderer und Erholungssuchende ein. Zu den Sehenswürdigkeiten unserer Region zählt u.a. das Zisterzienserkloster Neuzelle.
ZILTENDORF
Landkreis Oder-Spree
Bundesland Brandenburg
PLZ: 15295
Vorwahl: 033653
Einwohner: 1479 (31.12.2022)
Fläche: 28,8 km²
ZILTENDORF erstmals erwähnt am 4. Juni 1316 unter dem Namen Tzultendorp, gelegen am Rande der Oderaue zwischen Oder-Spree-Kanal und dem Grenzfluß Oder, erstreckt sich mit seinen beiden Ortsteilen Ernst-Thälmann-Siedlung und Aurith über eine Fläche von ca. 29 km².Von 1406 bis 1817 (mit Ausnahme einer sechsjährigen Verpachtungszeit) war das Dorf in Stiftbesitz Neuzelle. Im Verlauf der Jahrhunderte wechselte auch die territorial-politische Zugehörigkeit unseres Ortes. So war es als Bestandteil des Markgraftums Niederlausitz, bis zum Prager Frieden von 1635, der böhmischen Krone zugehörig. Gemäß den Festlegungen im Traditionsrezess des Prager Friedens wurde die albertinische Linie des Hauses Wettin mit den Markgraftümern Ober- und Niederlausitz belehnt, welche allerdings territorial selbstständig blieben, wobei der Kurfürst von Sachsen in Personalunion zugleich Markgraf der Oberlausitz als auch Markgraf der Niederlausitz wurde. Durch Beschluss des Wiener Kongresses von 1815 fiel die Niederlausitz von Sachsen an Preußen, das Markgraftum wurde aufgelöst und das Gebiet der Niederlausitz der Provinz Brandenburg angeschlossen. Darauf folgend gehörte es zum Kreis Guben und ab 1952 zum Kreis Fürstenberg(Oder) - später Kreis Eisenhüttenstadt-Land im Bezirk Frankfurt (Oder) der Deutschen Demokratischen Republik.
Heute ist es mit seinen ca. 1500 Einwohnern Verwaltungsbestandteil des Amts Brieskow-Finkenheerd im Landkreis Oder-Spree, des Bundeslandes Brandenburg.
Zu den Sehenswürdigkeiten des Ortes zählt unter Anderem die evangelische Dorfkirche, deren Grundsteinlegung am 11. Juni 1995 erfolgte und die feierliche Einweihung am 14. April 1996 stattfand. Sie wurde an gleicher Stelle neu errichtet, an welcher sich einst die 1702 im Fachwerkstil erbaute Dorfkirche unserer Gemeinde befand. Diese brannte im Zweiten Weltkrieg, am 28. März 1945, nach Artilleriebeschuss der vorrückenden Roten Armee, völlig aus. Von historischer Bedeutung sind die beiden Kirchenglocken, von welchen die größere Glocke aus dem Jahr 1503 datiert ist und die Kleinere bereits im 14. Jahrhundert gegossen wurde.
Bis ca.1960 machte die Ziltendorfer Mühle den Ort, neben Müllrose, zu einem bedeutenden Mühlenstandort im Umkreis. Im Jahr 2008 begann man dann, nach längerer Brache des Areals, mit dem Abriss der Mühle, sowie der ehemaligen Villa des Mühlenbesitzers, welche noch bis in die späten 90er Jahre als Landambulatorium verschiedene Arztpraxen beherbergte.
Am Ortsrand wurde in den fünfziger und sechziger Jahren für den VEB Bandstahlkombinat "Hermann Matern" (heute "ArcelorMittal Eisenhüttenstadt") ein großer Verschiebebahnhof gebaut. Durch den Umbau der B 112 zur Autostraße, der Oder-Lausitz-Trasse, führt eine hochwertige Fernverkehrsstraße direkt am Rangierbahnhof Ziltendorf entlang. Damit hat er direkten Anschluss an das Autobahnnetz sowohl nach West- als auch nach Osteuropa.
Das "Jahrhunderthochwasser" der Oder im Jahre 1997 überflutete die gesamte Oderaue mit den beiden Ortsteilen , welche Dank zahlreicher Spenden und Aufbauhilfe in den darauffolgenden Jahren wiederhergestellt wurden.
Im April 2011 wurde das Bahnhofsgebäude abgerissen welches mit der Inbetriebnahme der Eisenbahnstrecke der Niederschlesisch - Märkische Eisenbahn im Jahr 1846 errichtet wurde und ein dreiviertel Jahrhundert den Bahnreisenden willkommen hieß.
Im Juli 2015 wurde nach einem Blitzeinschlag, die zum Gedenken der Opfer des Deutsch-Französischen Krieges 1885 in der Oderstraße gepflanzte Friedenseiche, auf eigenmächtige Weisung des Amtsdirektors gefällt.
Ziltendorf ist zu erreichen aus Richtung Frankfurt(Oder) bzw. Eisenhüttenstadt kommend, mit dem PKW über die Bundesstrasse 112, in Weiterführung über die Landstraße 371 bzw. die Kreisstraße 6758, sowie im Lininiennetz des öffentlichen Nahverkehr mit den Bussen des Busverkehr Oder-Spree (BOS) oder mit der Regionalbahn RB11 der Deutschen Bahn AG, sowie über den Regionalflugplatz-Pohlitz. Im Jahr 2016 erhielt die Bundesstraße 112, im Verlauf der Oder-Lausitz-Trasse, eine neue Streckenführung unter Umgehung unseres Ortes.
Ein gut erschlossenes Strassen- und Wegenetz, mit Anbindung an den Oder-Neiße-Radweg, bietet Radwanderern die Möglichkeit zur Erkundung der näheren Umgebung. So zum Beispiel der Oderaue, dem Pohlitzer Seengebiet oder dem nahegelegenen Schierenberg. Zur sportlichen Betätigung stehen die Waldsportanlage in Ziltendorf mit ihrem Tennisplatz sowie zahlreiche Angelgewässer rund um den Ort zur Verfügung. Darüber hinaus lädt im regionalen Umfeld der bekannte Naturpark Schlaubetal, mit seinen dichten Wäldern und zahlreichen Seen, Wanderer und Erholungssuchende ein. Zu den Sehenswürdigkeiten unserer Region zählt u.a. das Zisterzienserkloster Neuzelle.